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18.07.2011

Halbjahresbericht 2011

Die Ombudsstelle Geschlossene Fonds hat sich im ersten Halbjahr 2011 erfreulich entwickelt. Sie hat sechs neue Vereinsmitglieder hinzugewonnen. Aktuell sind 346 Fonds- und Treuhandgesellschaft dem Ombudsverfahren angeschlossen.

Die Verfahrensstatistik der Schlichtungsstelle zeigt insgesamt ein höheres Aufkommen von Anfragen. Zum 30.06.2011 waren 54 Anfragen in der Bearbeitung. Davon sind 31 Beschwerden erst im Juni 2011 eingereicht worden. Diese betreffen vergleichbare Fallkonstellationen.

Im ersten Halbjahr 2011 sind insgesamt 37 Schlichtungssprüche erlassen worden. Überwiegend bezogen sich die zugrundeliegenden Beschwerden auf Prospektfehler. Infolgedessen handelte es sich um sog. Musterverfahren, die zur Hemmung der Verjährung eingelegt wurden (33 Verfahren). Vier Verfahren hatten Falschberatungen durch den Vertrieb zum Gegenstand und machten in der Regel eine im Ombudsverfahren nicht mögliche Beweisaufnahme erforderlich.

Erfreulicherweise konnten in diesem Jahr bereits drei Einigungen erzielt werden.

Die Ombudsstelle geht zurzeit davon aus, dass weitere neu eingegangene 31 Beschwerden bezüglich Prospekthaftungsfragen relativ zügig und voraussichtlich per Schlichtungsspruch abgeschlossen werden können. Alleine damit würden in diesem Jahr 68 Schlichtungssprüche von der Ombudsstelle erlassen worden sein.

In der Gesamtschau hat sich das Aufkommen von Anfragen und Beschwerde bei der Ombudsstelle im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Es gab in diesem Zeitraum bereits insgesamt 134 Anfragen. In 65 Fällen davon war die Ombudsstelle nicht zuständig.

Zum Vergleich: In 2010 gab es über das Jahr verteilt 134 Anfragen, von denen die Ombudsstelle für 68 Anfragen unzuständig, für 66 Anfragen zuständig war. Weitere Verfahrensdaten des vergangenen Jahres können dem Tätigkeitsbericht 2010 entnommen werden, der auf der Website der Ombudsstelle unter Publikationen heruntergeladen werden kann.

„Die ansteigende Tendenz von eingehenden Anfragen bei unserer Schlichtungsstelle hängt damit zusammen, dass viele Anlegeranwälte die Hemmung der Verjährung nach § 9 der Verfahrensordnung nutzen“, sagt Rechtsanwältin Stefanie Perner, Geschäftsführerin der Ombudsstelle Geschlossene Fonds. „Damit gewinnen diese Zeit zugunsten ihrer Mandanten, auch um nach Möglichkeit die Alternative teurer und langwieriger Gerichtsprozesse zu vermeiden.“

Darüber hinaus erreichen die Ombudsstelle zahlreiche Anfragen von Anlegern, welche die Kontaktdaten von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) erhalten. Dadurch und nicht zuletzt über die Prospekte der Vereinsmitglieder und ihre Vertriebe wird die Schlichtungsstelle für Beteiligungen an geschlossenen Fonds immer bekannter.


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